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Roter, geschwollener Ellenbogen eines Mannes mit weißem T-Shirt

Gicht: Eine umfassende Analyse der Krankheit und Ihrer Auswirkungen

Gicht ist eine der ältesten dokumentierten Krankheiten der Menschheitsgeschichte und betrifft Millionen von Menschen weltweit. Obwohl sie oft mit Wohlstand und ungesunder Lebensweise in Verbindung gebracht wird, handelt es sich um eine ernsthafte chronische Erkrankung, die unbehandelt zu dauerhaften Schäden führen kann.

Wie macht sich Gicht bemerkbar?

Ein akuter Gichtanfall tritt oft ohne Vorwarnung auf und betrifft am häufigsten den Zeh oder den Fuß, insbesondere das Grundgelenk des Großzehs. Typische Anzeichen sind:

  • Starke Schmerzen: Besonders nachts tritt ein plötzlicher Schmerz auf, der von Patienten oft als unerträglich beschrieben wird.
  • Rötung und Schwellung: Das betroffene Gelenk wird rot, heiß und geschwollen.
  • Einschränkung der Beweglichkeit: Gicht kann dazu führen, dass das Gelenk vorübergehend nicht mehr bewegt werden kann.

Diese Symptome können sich auch in anderen Gelenken zeigen, wie etwa in den Fingern, Händen, im Knie oder am Fuß. Besonders tückisch ist, dass viele Betroffene im Anfangsstadium nicht wissen, dass es sich um Gicht handelt. Frühzeitig erkannt, können jedoch schwere Folgen vermieden werden.

Gicht und ihre Ursachen: Mehr als nur Harnsäure

Im Zentrum der Gicht steht ein dauerhaft erhöhter Harnsäurespiegel im Blut, der dazu führt, dass sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ablagern. Diese Kristalle verursachen dort schmerzhafte Entzündungen. Die Ursachen für einen Anstieg der Harnsäure sind vielfältig. Besonders häufig spielt die Ernährung eine Rolle – insbesondere der übermäßige Verzehr von purinreichen Lebensmitteln wie rotem Fleisch, Innereien oder bestimmten Fischarten.

Doch auch andere Faktoren können zur Gicht führen: Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder eine eingeschränkte Nierenfunktion gehören dazu. Auch genetische Veranlagungen sind zu berücksichtigen – denn Gicht tritt häufig familiär gehäuft auf. Es handelt sich also keineswegs nur um eine „Wohlstandskrankheit“, sondern um ein komplexes Zusammenspiel aus Lebensstil, Stoffwechsel und genetischer Disposition.

Verbotsliste bei Gicht: Was sollte man vermeiden?

Menschen mit Gicht wird dringend empfohlen, bestimmte Nahrungsmittel dauerhaft zu meiden oder zumindest deutlich zu reduzieren. An oberster Stelle steht rotes Fleisch – insbesondere Schwein, Rind und Lamm, da sie besonders hohe Mengen an Purinen enthalten. Auch Innereien wie Leber, Herz oder Niere sind problematisch, ebenso wie einige Fischarten wie Sardinen oder Makrelen. 

Alkohol – insbesondere Bier – sollte stark eingeschränkt oder ganz gemieden werden, da er nicht nur selbst Purine enthält, sondern auch die Harnsäureausscheidung über die Nieren hemmt. All diese Lebensmittel können akute Gichtanfälle auslösen oder bestehende Beschwerden verschlimmern. Wer sie meidet, legt einen wichtigen Grundstein zur langfristigen Kontrolle der Erkrankung.

Arzt zeigt mit Stift auf ein anatomisches Modell eines menschlichen Fußes

Gicht und Ernährung: Wie sieht die richtige Ernährung aus?

Neben der Vermeidung schädlicher Lebensmittel gibt es viele Alternativen, die helfen können, den Harnsäurespiegel zu regulieren. Eine purinarme Ernährung ist der Schlüssel. Hier einige Tipps:

  1. Früchte und Gemüse: Kirschen, Erdbeeren und Paprika sind reich an Antioxidantien und entzündungshemmend.
  2. Milchprodukte: Joghurt, Käse und fettarme Milch helfen, den Harnsäurespiegel zu senken.
  3. Vollkornprodukte: Ballaststoffe fördern die Verdauung und den Stoffwechsel.
  4. Wasser: Viel trinken hilft, die Harnsäure auszuspülen.

Gicht-Symptome in verschiedenen Körperbereichen

Während die Gicht-Symptome häufig mit den Füßen oder dem Zeh assoziiert werden, können sie auch andere Bereiche betreffen:

  • Finger: Besonders im Anfangsstadium fällt es Betroffenen schwer, die Ursache der Schmerzen zu erkennen.
  • Hand: Schwellungen und Schmerzen schränken die Greiffähigkeit ein.
  • Knie: Gicht im Knie äußert sich oft durch Bewegungseinschränkungen und starke Schmerzen.
  • Hände und Füße: Beide können gleichzeitig betroffen sein, was den Alltag erheblich erschwert.

Gicht behandeln: Was hilft wirklich?

Die Behandlung von Gicht ist eine Kombination aus akuter Schmerztherapie und langfristiger Prävention. Einige Maßnahmen umfassen:

  1. Medikamente: Entzündungshemmende Medikamente (NSAR) und Harnsäuresenker wie Allopurinol sind bewährte Mittel.
  2. Ernährungsumstellung: Wie bereits erwähnt, ist eine purinarme Ernährung essenziell.
  3. Bewegung: Regelmäßige Bewegung unterstützt den Stoffwechsel und senkt das Körpergewicht.
  4. Pflegehilfen: Besonders bei chronischer Gicht können ergonomische Hilfsmittel die Lebensqualität verbessern.

Fazit: Gicht verstehen und handeln

Gicht ist zwar eine schmerzhafte und einschränkende Krankheit, doch mit der richtigen Herangehensweise lässt sie sich gut kontrollieren. Eine frühzeitige Diagnose, konsequente Änderungen in der Lebensweise und die Nutzung von Pflegehilfsmitteln, wie sie Pflegehirte anbietet, können Betroffenen helfen, ein aktives und beschwerdefreies Leben zu führen.

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