
Delirium: Ursachen, Symptome und Unterstützung durch Pflegehirte
Delirium ist ein akuter Zustand, der häufig geschwächte oder kritisch kranke Menschen betrifft. Es äußert sich durch Verwirrtheit und andere Symptome, unterscheidet sich jedoch von Erkrankungen wie Psychosen.
Was ist ein Delirium?
Ein Delirium ist eine akute Bewusstseinsstörung, die vor allem bei älteren, geschwächten oder kritisch kranken Menschen auftritt. Typische Merkmale sind plötzliche Verwirrtheit, Desorientierung und Konzentrationsschwäche. Anders als chronische Psychosen entwickelt sich ein Delirium innerhalb weniger Stunden oder Tage und ist fast immer reversibel, wenn die auslösende Ursache – wie eine Infektion, Operation oder Substanzentzug – behandelt wird.
Delirium vs. Psychose: Wichtige Unterschiede
Obwohl Delirium und Psychose ähnliche Symptome zeigen können, unterscheiden sie sich grundlegend: Ein Delirium entwickelt sich rasch und ist eine vorübergehende Reaktion auf körperliche Belastungen oder Medikamentennebenwirkungen. Eine Psychose hingegen verläuft meist chronisch, zeigt Wahnvorstellungen und Halluzinationen und erfordert oft eine langfristige psychiatrische Betreuung.

Ursachen und Risikofaktoren für Delirium
Zu den häufigsten Ursachen eines Deliriums gehören:
- Postoperatives Delirium: Nach größeren chirurgischen Eingriffen kann es aufgrund von Narkose, Medikamenten oder Stress zu einem Delirium kommen.
- Delirium tremens: Diese Form tritt häufig bei einem plötzlichen Alkoholentzug auf und kann lebensbedrohlich sein.
- Infektionen: Schwere Infektionen wie Harnwegsinfekte oder Lungenentzündungen können ein Delirium auslösen.
- Medikamente: Der Missbrauch oder die falsche Dosierung bestimmter Medikamente.
Frühwarnzeichen eines Deliriums wie plötzliche Unruhe, Schlafstörungen oder Verwirrtheit sollten ernst genommen werden. Wenn Sie bei Ihren Angehörigen solche Anzeichen beobachten, könnte dies ein Hinweis auf ein bevorstehendes Delirium sein.
Symptome von Delirium und Psychosen erkennen
Die Anzeichen eines Deliriums können vielfältig sein und umfassen:
- Plötzliche Verwirrtheit
- Schwierigkeiten, einfache Gespräche zu führen
- Halluzinationen
- Extreme Stimmungsschwankungen
Im Vergleich dazu zeigen sich Frühwarnzeichen einer Psychose oft durch schleichende Veränderungen im Verhalten, wie:
- Rückzug von sozialen Kontakten
- Paranoide Gedanken
- Konzentrationsstörungen
Wie kann man ein Delirium behandeln?
Die Behandlung eines Deliriums zielt darauf ab, die zugrunde liegende Ursache zu beheben – etwa durch Anpassung der Medikation, Antibiotikatherapien bei Infektionen oder kontrolliertem Entzug bei Alkoholabhängigkeit. Zur Vorbeugung gehören regelmäßige medizinische Kontrollen, Vermeidung unnötiger Schlafmittel und ein strukturierter Tagesablauf, um den Kreislauf stabil zu halten und Stress zu minimieren.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Delirium?
- Delirium vs. Psychose: Wichtige Unterschiede
- Ursachen und Risikofaktoren für Delirium
- Wie kann man ein Delirium behandeln?
Fazit: Delirium erkennen und richtig handeln
Das Thema Delirium ist komplex und erfordert ein fundiertes Verständnis der Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Ein frühzeitiges Erkennen von Frühwarnzeichen kann dazu beitragen, schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden. Ebenso wichtig ist es, zwischen Delirium und anderen Erkrankungen wie der Psychose zu unterscheiden. Gerade für pflegende Angehörige ist es wichtig, hier professionelle Unterstützung zu haben.
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