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Pflegekraft reicht einer Seniorin im Bett ein Glas Wasser

Exsikkose im Detail: Ein umfassender Überblick

Exsikkose beschreibt einen Zustand ausgeprägter Dehydrierung – ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko, besonders bei älteren und pflegebedürftigen Menschen. Der Begriff stammt vom lateinischen „exsiccare“ (austrocknen) und steht für mehr als bloßen Flüssigkeitsmangel. Es handelt sich um eine systemische Störung, die den gesamten Organismus beeinträchtigen kann.

Die Bedeutung von Exsikkose im Pflegealltag

Eine unbehandelte Exsikkose kann schwerwiegende Folgen haben, darunter Kreislaufprobleme, Nierenversagen und in extremen Fällen den Tod. Gerade im Pflegebereich, wo viele Menschen ein vermindertes Durstempfinden haben oder auf Unterstützung bei der Flüssigkeitsaufnahme angewiesen sind, ist die Prävention von großer Bedeutung.

Symptome: Wie erkennt man eine Exsikkose frühzeitig?

Die Symptome der Exsikkose sind vielfältig und können sich schleichend entwickeln. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • Trockene Haut und Schleimhäute: Besonders auffällig sind trockene Lippen und eine belegte Zunge.
  • Verminderte Hautelastizität: Wenn die Haut beim Anheben nicht sofort in ihre ursprüngliche Form zurückkehrt, deutet dies auf Flüssigkeitsmangel hin.
  • Schwindel und Verwirrtheit: Besonders bei älteren Menschen kann Verwirrtheit auf eine fortgeschrittene Dehydrierung hinweisen.
  • Weniger Urinproduktion: Dunkler Urin oder eine stark reduzierte Urinmenge sind klare Warnzeichen.
Seniorin trinkt Wasser aus einem Glas

ICD-10: Exsikkose und ihre medizinische Klassifikation

Die medizinische Klassifikation nach ICD-10 ist wichtig, um Exsikkose als Diagnose eindeutig zu definieren. Sie wird unter dem Code R63.1 eingeordnet, der für „Durst und Dehydratation“ steht. Dieser Code erleichtert die Dokumentation und ermöglicht eine einheitliche Kommunikation zwischen Pflegekräften, Ärzten und Versicherungen.

Ursachen von Exsikkose: Warum ist Flüssigkeit so wichtig?

Eine Exsikkose entsteht meist durch ein Ungleichgewicht zwischen Flüssigkeitsaufnahme und -verlust. Häufige Ursachen sind:

  • Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, etwa durch fehlendes Durstgefühl oder Vergesslichkeit
  • Krankheiten wie Durchfall, Erbrechen oder Fieber, die zu massivem Wasserverlust führen
  • Medikamentöse Einflüsse, z. B. durch entwässernde Mittel (Diuretika) oder bestimmte Blutdrucksenker
  • Kognitive Einschränkungen, z. B. bei Demenz, wenn das regelmäßige Trinken vergessen wird

Exsikkose-Prophylaxe: Maßnahmen zur Vorbeugung

Die Prophylaxe von Exsikkose ist ein zentraler Bestandteil der Pflegearbeit. Hier sind einige der effektivsten Maßnahmen:

  • Trinkpläne erstellen: Besonders in der Altenpflege ist es sinnvoll, feste Zeiten für die Flüssigkeitsaufnahme festzulegen.
  • Pflegehilfsmittel einsetzen: Produkte wie Trinkbecher mit Griffen oder Trinkhilfen von Pflegehirte erleichtern das Trinken.
  • Flüssigkeitsreiche Ernährung fördern: Suppen, Obst wie Wassermelonen oder Getränke mit Elektrolyten können den Flüssigkeitshaushalt unterstützen.
  • Regelmäßige Kontrolle: Pflegekräfte sollten täglich auf Anzeichen von Dehydrierung achten, um frühzeitig einzugreifen.

Was ist eine Exsikkose und wie wird sie behandelt?

Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Exsikkose auftritt, ist schnelles Handeln gefragt. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad:

  • Milde Fälle: Erhöhte Flüssigkeitszufuhr durch Trinken oder Flüssigkeitszufuhr über die Nahrung.
  • Moderate Fälle: Ergänzung von Elektrolyten, z. B. durch isotonische Getränke oder spezielle Präparate.
  • Schwere Fälle: Intravenöse Flüssigkeitsgabe in medizinischen Einrichtungen.

Fazit: Exsikkose mit System und Achtsamkeit verhindern

Exsikkose ist nicht nur eine medizinische Herausforderung, sondern ein zentrales Thema im Pflegealltag. Sie betrifft besonders Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf – und verlangt nach einer klaren Strategie zur Vorsorge.

Pflegehirte unterstützt mit praxisnahen Hilfsmitteln, Aufklärung und alltagstauglichen Lösungen. So kann Dehydrierung frühzeitig erkannt und effektiv vermieden werden. Denn wer achtsam mit dem Thema Flüssigkeitszufuhr umgeht, schützt die Gesundheit und Lebensqualität der Betroffenen langfristig.

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